Die App Quest 2013

Die App Quest 2013 ist vorbei! Wir gratulieren den Siegern und bedanken uns bei allen Teilnehmern.

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Markus Stolze, Professor für Informatik
Mirko Stocker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Vier von fünf Jugendlichen besitzen heute ein Smartphone. Die kleinen Programme dafür, Apps genannt, verkaufen sich millionenfach. In Fall von App Quest wurden die Lernenden von Konsumenten zu Produzenten. 60 Informatiklernende sollten vier eigene Smartphone-Apps programmieren, um damit an der digitalen Schatzsuche teilzunehmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, allesamt Lernende mit Grundlagenkenntnissen in der Programmierung, setzten im App Quest Bootcamp — dem Kickoff der Schatzsuche — zusammen mit Dozierenden, Assistenten und Studierenden die Android- oder iOS-Entwicklerumgebung auf. Hier erhielten sie das nötige Fachwissen vermittelt, um am Ende dieses Tages ihre erste selbst programmierte App auf ihrem Smartphone zu installieren.

In welcher Truhe befindet sich der Schatz?

Während der folgenden zwölf Wochen versuchte jedes Zweierteam, die vier vorgegebenen Apps zu programmieren. Jedem Team stand eine Informatikstudentin oder ein Informatikstudent mit Rat und Tat zur Seite. Das Konzept ging auf. Denn die repräsentative Teilnehmerumfrage zeigt: Die meisten Teams haben dank der App Quest genügend Erfahrung gesammelt, um die Entwicklung einer eigenen Android App in Angriff nehmen zu können. Fast alle Teams hatten am Ende mindestens drei der vier Apps entwickelt.

Mit der Kamera, den Neigungssensoren und angewandter Geometrie wird das Smartphone zum Grössenmesser.

Stunde der Wahrheit

Nach der Vorbereitungsphase trafen sich die Teams am 24. Dezember 2013 in Rapperswil zum «Treasure Hunt», der digitalen Schatzsuche auf dem HSR Campus. Mit den von ihnen entwickelten Apps lösten sie Aufgaben und sammelten so Punkte. Jede der erstellten Apps half bei der Lösung einer anderen Aufgabe: Mit der Metalldetek­tor-App beispielsweise konnte die richtige Schatztruhe, jene, die einen Magneten enthielt, aus einer Reihe von Truhen identifiziert werden. Für das korrekte Lösen jeder Aufgabe erhielten die Teams wertvolle Punkte. Die Stationen zum Punktesammeln waren auf dem ganzen HSR Campus verteilt. Hier brauchte es neben funktionierenden Apps auch ein gutes Auge, Ausdauer und etwas Glück. Auch Teams, welche nicht alle Apps fertiggestellt hatten, konnten teilnehmen, denn alle hatten die Chance, den Lospreis zu gewinnen.

In einer Stunde mussten so viele Punkte wie möglich gesammelt werden.

Der spielerische Einstieg in die App-Programmierung war ein Erfolg. Über 90 Prozent der Teilnehmenden bewerteten den Spassfaktor mit hoch oder sehr hoch. Bereits für die erste Durchführung 2012 konnte der Studiengangleiter Prof. Dr. Markus Stolze Lernende aus 20 Betrieben gewinnen, im Jahr 2013 konnte der Einzugsbereich noch vergrössert werden, Teams aus Luzern, Solothurn und Basel reisten für die App Quest nach Rapperswil. Einige Firmen konnten überzeugt werden, ihren Lernenden bis zu einem halben Tag Arbeitszeit pro Woche für die App Quest zu gewähren, dazu gehören: ABB, Bühler, DD-Consulting, FHNW Hochschule für Technik, GIA, Kallysoft Informatik, Messerli Informatik, Siemens Building Technologies Schweiz, SwissLife, Swisslog, Swissphone Telecom, UBS, VRSG und WigaSoft. Das Bootcamp mit Android- und iOS-Ausbildung wurde von der Firma Zühlke Engineering gesponsert. Die studentischen Helfer wurden von der Firma Accenture Con­sulting gesponsert.

Die App Quest entstand 2012 auf die Initiative von Markus Stolze und ist ein Beispiel für die innovative Nachwuchsförderung der Hochschule. Damit ist klar: Im Herbst 2014 wird die 3. App Quest durchgeführt. Lernende mit grundlegenden Programmierkenntnissen aus der ganzen Schweiz sind herzlich eingeladen.